Über uns

Bei uns werden folgende Ausbildungsgänge angeboten:

  • Staatlich anerkannte*r Heilerziehungspfleger*in
  • Staatlich anerkannte*r Erzieher*in
  • Staatlich geprüfte*r Sozialpädagogische*r Assistent*in

Heilerziehungspfleger*innen begleiten Menschen mit Behinderungen aller Altersstufen in ihrem Alltag, unterstützen ihre persönliche Entwicklung, bieten ihnen Assistenz im privaten, beruflichen sowie öffentlichen Leben und unterbreiten Bildungsangebote. Ihre Tätigkeit bezieht sich sowohl auf einzelne Menschen, als auch auf den Sozialraum, in dem die Menschen leben wollen.

Heilerziehungspfleger*innen arbeiten in integrativen Kindertagesstätten, inklusiven Grundschulen und mit erwachsenen Menschen mit Behinderung in verschiedenen Altersgruppen und Lebenssituationen.

Erzieher*innen arbeiten überwiegend in Kindertagesstätten, Schulen, im Bereich der Hilfen zur Erziehung, der Eingliederungshilfe, in Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit sowie in Wohngruppen für Kinder und Jugendliche.

Der Schwerpunkt der Tätigkeiten von Sozialpädagogischen Assistent*innen liegt in der pädagogischen Arbeit mit Kindern. Sie sind überwiegend in Tageseinrichtungen für Kinder tätig. Gemeinsam mit Erzieher*innen und Heilerziehungspfleger*innen fördern sie die Entwicklung der Kinder zu eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten.

Sie nehmen Aufgaben der Bildung, Betreuung und Erziehung von Kindern wahr und beziehen behinderte Kinder sowie Kinder mit anderer Muttersprache und kulturellem Hintergrund in ihre Arbeit ein. In Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit (z.B. Häusern der Jugend, auf Spielplätzen, in Spielparks) gestalten sie zusammen mit anderen Fachkräften Angebote.

Der Unterricht erfolgt praxis- und projektorientiert in Lernfeldern. Der erfolgreiche Abschluss der Berufsfachschule für sozialpädagogische Assistenz ist die Voraussetzung für die verkürzte Ausbildung zum*zur Heilerziehungspfleger*in und zum*zur Erzieher*in.

Sozialraumorientierung

Im Zuge der in Deutschland seit 2009 gesetzlich verankerten UN Behindertenrechtskonvention, der damit verbundenen Individualisierung und der Einbeziehung des Sozialraums in die professionelle Tätigkeit von Heilerziehungspfleger*innen, erschließen sich immer neue Tätigkeitsbereiche: Jeder Mensch hat einen Anspruch darauf, seine eigenen Lebenswelten zu erschließen und zu gestalten – Heilerziehungspfleger*innen sollen ihn dabei begleiten, unterstützen und ihn bestärken, eigene Entscheidungen zu treffen und umzusetzen.

Projektunterricht

Aus diesem Grund ist das Thema Sozialraumorientierung im Rahmen der Ausbildung von großer Bedeutung. Sozialräumliches Arbeiten wird in unterschiedlichen Lernkontexten betrachtet.

Alle Fachschüler*innen müssen im dritten Ausbildungsjahr ein sozialräumlich orientiertes Jahresprojeket selbstständig planen, durchführen und auswerten.

Inklusion

Inklusion heißt wörtlich übersetzt Zugehörigkeit, also das Gegenteil von Ausgrenzung. Wenn jeder Mensch – mit oder ohne Behinderung – überall dabei sein kann, in der Schule, am Arbeitsplatz, im Wohnviertel, in der Freizeit, dann ist das gelungene Inklusion.

In einer inklusiven Gesellschaft ist es normal, verschieden zu sein. Jeder ist willkommen. Und davon profitieren wir alle: zum Beispiel durch den Abbau von Hürden, damit die Umwelt für alle zugänglich wird, aber auch durch weniger Barrieren in den Köpfen, mehr Offenheit, Toleranz und ein besseres Miteinander.

Inklusion ist ein Menschenrecht, das in der UN-Behindertenrechtskonvention festgeschrieben ist. Deutschland hat diese Vereinbarung unterzeichnet – mit der Umsetzung von Inklusion stehen wir aber noch am Anfang eines langen Prozesses.
Die Aktion Mensch will diese Entwicklung unterstützen. Wir setzen uns dafür ein, dass Menschen mit und ohne Behinderung ganz selbstverständlich zusammen leben, lernen, wohnen und arbeiten: Wir fördern zum Beispiel Wohnprojekte mitten in der Gemeinde, unterstützen inklusive Freizeitprogramme oder Seminare, die mehr Selbstständigkeit und Unabhängigkeit ermöglichen. Mit Aktionen und Kampagnen tragen wir das Thema in die Öffentlichkeit.
Inklusion ist kein Expertenthema – im Gegenteil. Sie gelingt nur, wenn möglichst viele mitmachen. Jeder kann in seinem Umfeld dazu beitragen. Und je mehr wir über Inklusion wissen, desto eher schwinden Berührungsängste und Vorbehalte.

2007-1024-0

Quelle: https://www.aktion-mensch.de/themen-informieren-und-diskutieren/was-ist-inklusion?et_cid=28&et_lid=86206